Bad Langensalza

Waldstedt

St. Martini Kirche Zimmern

Die Farben der Eberesche

Liebesstein in Grumbach

Schaust du mich aus deinen Augen lächelnd lieb und nett jetzt an, fühl ich wohl, dass deine Lippe solche Sprache führen kann.

Sonnenaufgang

Einfach wunderschön dieser Start in den Tag

Dorfteich Henningsleben

Wellness Tempel in Wiegleben

Aschara

St. Vitus Kirche in Eckardtsleben

Diese Kirche soll eine ganz besondere sein.

Esel in Illeben

Mühle in Nägelstedt

Im Unstruttal ist es wunderschön.

Übernachtungsplatz

Geschlafen wie ein Stein.

Verliebt

Galgenberg in Klettstedt

Schöne Jugendzeit.

Sommerkirche In Klettstedt

Hier stand früher das Pfarrhaus.

Blick nach Merxleben

Die Kürbisse von Merxleben

Mittagschlaf am Hanf-Feld

Großwelsbach

Kunststübchen Judith Unfug Leinhos

Hier sollen sich die Menschen inspirieren lassen

Böhmen-Haus in Thamsbrück

Böhmen in Thamsbrück / Bad Langensalza

Im Park in Bad Langensalza

Park vom Friederikenschlösschen

Friederikenschlösschen Bad Langensalza

Hier endet meine Wanderung.

Eine Wanderung durch die Stadt Bad Langensalza und ihre Ortsteile

Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit, das Geheimnis der Freiheit ist aber der Mut.

In meinem Kopf hatte ich die Idee einmal durch alle Ortsteile von Bad Langensalza zu wandern. Man muss ja nicht immer auf den bekannten, touristischen Wegen unterwegs sein. So packe ich meinen Rucksack mit Zelt und Kocher, plane meine Tour und starte an einem Freitag Anfang September in Bad Langensalza. Ich komme am Reiterdenkmal vorbei und gehe durch das Aboretum, Außenstandort der Buga, und bin fasziniert von diesem unbeschreiblich schönem Blütenmeer. Hinter den Rosenfeldern Richtung Zimmern, biege ich auf einen Weg nach Waldstedt ab. Die Kirchturmspitze begrüßt mich schon von weitem. Waldstedt liegt hinter mir und ich laufe nach Zimmern ein, hier wird die Wanderin gleich entdeckt, scheinbar eine Seltenheit und werde zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Einfach herzlich, hier vergesse ich schon meine Zeit und empfinde diese Langsamkeit als sehr angenehm. Auch in Zimmern zieht es mich zur Kirche St. Martini. Der kleine Ort liegt am südöstlichen Ausläufer des Hainichs. Am Ortsausgang Richtung Harth begrüßen mich die Pferde auf ihrer Koppel. Die Harth lasse ich rechts liegen und biege ab in Richtung Grumbach. Auf diesem wunderschönen Wald und Wiesenweg leuchten mich unzählige Ebereschenbäume an. Da fällt mir sofort eine Zeile ein: „Ich wünsche dir die Fröhlichkeit eines Vogels im Ebereschenbaum, die Lebensfreude eines Fohlens auf der Koppel und die Gelassenheit eines Schafes auf der Weide.“ In Grumbach angekommen frage ich nach einem begehbaren Feldweg, bekomme einen Übernachtungstipp mit meinem Zelt und einen knackigen Apfel frisch vom Baum geschenkt. Ein wenig erzählen wir wo die Wanderung lang geht. Am Grumbacher Liebesstein verweile ich für einen Augenblick. Ein wunderschönes Liebesgedicht, hier merke ich wie wichtig es ist sich einfach mal Zeit zu nehmen. Ein paar Meter weiter finde ich auch eine Wiese und schlage mein Zelt auf, koche auf meinem Kocher und sitze vor meinem Zelt, blicke zu den Sternen und entdecke zwei Sternschnuppen. Am Morgen werde ich von der Melodie der Natur geweckt und bin fasziniert, wie mich der Sonnenaufgang begrüßt. Mit einem frisch gekochten Kaffee genieße ich mein Frühstück und packe anschließend zusammen. Meine Füße tragen mich weiter nach Henningsleben, hier werde ich als erstes von störrischen Ziegen begrüßt. Eine kurze Pause lege ich am Dorfteich ein. Auf der Suche nach dem richtigen Feldweg nach Wiegleben erklärt mir ein netter Herr den Weg und freut sich über eine kurze Unterhaltung. Es kommt scheinbar nicht so oft vor das hier jemand durch die Gegend streicht. In Wiegleben komme ich am Wellness-Tempel an, aber meine Füße ziehen mich weiter, vorbei an Kuhweiden über Feldwege führt der Weg nach Aschara, wo ich mir ein frisch belegtes Brötchen im Imbiss gönne, und Trinkwasser auftanke. Nach wenigen Kilometern erreiche ich Eckardtsleben, hier erzählt mir eine betagte Dame das man sich unbedingt die St. Vitus Kirche ansehen soll, diese Kirche sei etwas ganz besonders. Ich überlege kurz ob ich den Berg hoch gehen will, aber ja. Leider ist die Kirche geschlossen. Der Aufstieg belohnt dennoch mit einem schönen Blick vom Kirchberg in die Landschaft. Der nächste Ort ist schnell erreicht, in Illeben empfangen mich einige Esel. Sie sind sehr zutraulich und lassen sich sogar streicheln. Orts auswärts führt der Weg ungefähr 300 Meter Landstraße entlang und verschwindet dann rechts im Feld. Der Weg zieht sich, hier kann man die Stille genießen und dem Takt meiner Schritte lauschen. Ich überquere die Bahnschienen hinter dem Nägelstedter Bahnhof und tauche wieder ab Richtung Unstruttal. Von weitem höret man Gitarrenmusik und entdecke tatsächlich einen Musiker kurz vor dem Untstruttal in Nägelstedt. Ein Norweger, ich verweile und erfahre seine Geschichte. Er ist gastfreundlich bietet mir sofort eine Banane an und frisches Wasser. Einen Song später geht die Reise weiter. Irgendwie freu ich mich, bis jetzt war dieser Weg ein Geschenk. Eine kurze Rast bei Diddi ein alkoholfreies Bier gönne ich mir. Eigentlich wollte ich meinen Schlafsack und das Zelt zum Trocknen in die Sonne legen, aber irgendwie ist keine Zeit für eine längere Pause. Weiter gehts auf dem Weg durch das schöne Unstruttal nach Klettstedt, der Weg zieht sich, aber hier ist es besonders schön. Aufgrund einer Einladung zur Verabschiedung unseres Pfarrers freue ich mich auf den Gottesdienst und mache einen Abstecher zur Kirche in Großvargula. Natürlich bin ich nicht passend angezogen, aber das ist mir ziemlich egal. Meinen Rucksack findet derweil unter der großen Linde seinen Platz und eine freudige Umarmung vom Pfarrer überrascht mich. Der Gottesdienst ist ein Fest, anschließend gibt es Sekt, nette Unterhaltungen und wir singen gemeinsam unter der Linde. Die Dämmerung sagt mir das ich noch keinen Schlafplatz habe und mache mich zurück zum Unstruttal. Ich genieße ein Bad in der Unstrut und schlage mein Zelt außerhalb des Naturschutzgebietes auf. Mit einer Kleinigkeit gekocht und einem heißen Tee bemerke ich, dass ich nicht allein bin. Die Rehe auf der Wiese leisten mir Gesellschaft. In dieser Nacht schlafe ich wie ein Stein. Am Morgen wache ich ohne Sonnenaufgang, aber mit einem wunderschönen Orchester der Tiere auf. Ich genieße mein Frühstück und mache mich auf durch den Windpark nach Klettstedt. Über den Galgenbergsweg komme ich zu einer Kuhweide und verliebe mich sofort in die kleinen Kälbchen. Auf dem Galgenberg war ich früher als Kind schon gern. Hier kommen schöne Erinnerungen auf. In dem kleinen Dörfchen halte ich noch einmal kurz an der Sommerkirche inne und wandere weiter über einen wunderschönen Feldweg nach Merxleben mit einer atemberaubenden Aussicht auf die umliegenden Orte. Ich nasche am Maisfeld und weiß gar nicht wann ich das letzte Mal einen Maiskolben vom Feld gegessen habe. Lecker! In Merxleben, nachdem ich die Kürbisse direkt an der Straße im Ort bewundert habe, unterhalte ich mich mit der Kürbisbäuerin. Sie hat unzählig verschiedene Sorten, ein schönes Hobby. Jetzt zieht es mich Richtung Großwelsbach, die Sonne meint es sehr gut mir, am Hanffeld lege ich mich für eine halbe Stunde ins Gras und schlafe fast ein. Ein wenig muss ich mich jetzt aufrappeln und erblicke Großwelsbach. Jetzt entscheide ich mich auf dem Radweg entlangzugehen und komme nach wenigen Kilometern in Thamsbrück an. Ich entdecke Judith´s Kunststübchen und bekomme ein paar Häuser weiter eine Einladung zum Kaffee und selbstgebackenen Zucchinikuchen. Auch hier will man von meinem Weg wissen und vergesse die Zeit beim Erzählen. Hier bekomme ich den Tipp, entlang des Böhmen zu wandern, da das Böhmenhaus renoviert wurde und tatsächlich sieht es einfach fantastisch aus. Entlang des Böhmenteich geht es weiter durch das Wäldchen nach Bad Langensalza. Der Weg führt durch den Park der Kurstadt, welcher in allen Farben leuchtet. Hier zweigt mein Weg am Frederiken Schlösschen zum Startpunkt ab.

Ein sehr schöner Abschluss nach 73km zurück in Bad Langensalza.

Übernachtung am See

Galtispuoda wunderschön, der Aufstieg lohnt sich.

Rentiere so nah

Vild & Café etwas besonderes

Blick bei einer Wanderung nach Klövsjö

Piteälven Wildnis pur

Auf nach Lappland

 

Ich breche auf nach Klövsjö das angeblich schönste Dorf Schwedens. Für einen Augenblick denke ich in Österreich zu sein. Es hat schon etwas besonderes. Die Reise geht weiter über Östersund, Strömsund, Dorotea, Vilhelmina,Storuman und kurz vor Arjeplog, der Schärengarten am Fjäll, suche ich nach einem Rastplatz. An einem wunderschönen See habe ich diesen gefunden, genieße die Aussicht und den Wasserausflug einer Entenfamilie und bleibe über Nacht. Eine Wanderung am Polarkreis im Naturreservat hoch zum Galtispuoda lohnt sich! Man muss es einfach mal gemacht haben! Ich bin sprachlos und wahnsinnig überrascht, einfach unbeschreiblich schön. Schwedisch Lappland, Berge umgeben von 8727 Seen. Ich kann die Schneebedeckten Berge von Norwegen sehen. Stille und eine malerische Kulisse lassen mich verweilen. Nach meinem Abstieg genieße ich die Kultur Arjeplogs. Im Arjeplogs Vilt &Café kehre ich ein. Hier bekommst du einen Kaffee wie du ihn bisher nicht kennst. Einen dampfend heißen Kochkaffee auf einem Tablett mit getrockneten Fleisch, Kaffeefleisch, Renzunge und Kaffeekäse. Man tunkt das Trockenfleisch in den Kaffee ein, die Renzunge und den Käse auch. Der Käse quietscht zwischen den Zähnen. Klingt komisch aber ist wirklich lecker. Ich trinke normalerweise Kaffee immer mit Milch, aber heute war es etwas besonderes. Gern verweile ich und ziehe weiter. Vorbei an unzähligen Seen, tiefen Wäldern kann ich fast die Rentiere streicheln. Sie haben es nicht eilig, sie traben gemütlich mit ihren Kleinen vor mir her. Ich würde genauso auch die Mentalität der Menschen hier beschreiben, genau das was ich brauche. Meinen nächsten Platz finde ich im Wald an einem recht großem Fluss,dem Piteälven mit Stromschnellen. Pure Wildnis und Einsamkeit.

Den Abend am Lagerfeuer mit dem Klang der Mundharmonika genießen

Abendstimmung Venjansjön

Hecht

Dalarna da wo Schweden am schwedischsten ist

Weiter zog es mich nach Dalarna, hier stammen die kleinen handbemalten Holzpferde her, Dalarnapferde. Auf dem Campingplatz in Venjan halte ich ein paar Tage aus. Im See schwimmen, am Abend den Wildgänsen lauschen und verliebt in wunderschöne Sonnenuntergänge. Das Knistern des Lagerfeuers mit dem Spiel der Mundharmonika. Frisch gefangenen Hecht zu Abend essen, selbst gesammelte Blaubeeren zum Frühstück. Schweden, genau das ist es hier in Darlana wo Schweden am schwedischsten ist, Menschen, Land und Kultur.

Venjansjön

Blaubeeren sammeln

Auszeit in Skandinavien

Für ein paar Wochen bin ich international unterwegs...Schweden, vielleicht Norwegen und Dänemark. Einfach da wo es schön ist stehen bleiben. Ich genieße die Weite der Wälder, die leeren Straßen, ein Freiheitsgefühl. Am Götakanal halte ich, hier kann man nicht nur wunderbar Radfahren auf mehr als 150 km entlang des Kanals, sondern einfach dem Schleusen der Boote zuschauen. Ganz fasziniert bin ich von der Klappbrücke. Auf der Weiterfahrt entdecke ich eine wunderschöne Kirche im Ort Lungsundet direkt am Bergslagen Kanal. Am angrenzendem See finde ich einen Platz zum Übernachten. Meine Augen sind gierig auf die Landschaft gerichtet, als könnte ich aus ihr den Zustand des Glücks saugen. Die Langsamkeit in der sich Flächen von Wasser und Wäldern verändern. Vielleicht Frieden auf Vorrat?

Kirche Lungsundet

Skandinavische Auszeit!

GEHE LANGSAM! MIT JEDEM SCHRITT BEGEGNET DIR EIN NEUER WEG.

EINFACH MAL INS GRÜNE

DEN GRILLEN ZUHÖREN

DEN WIND SPÜREN

WIE ER DIE GRASHALME WIEGT  

WIE DIE WOLKEN ZIEHEN 

DEN HUMMELN ZUSEHEN

UMGEBEN VON UNZÄHLIGEN SCHMETTERLINGEN 

DER EIGENEN MELODIE LAUSCHEN

JA GEHE LANGSAM! 

MIT JEDEM SCHRITT BEGEGNET DIR ETWAS WUNDERBARES!

LASS ES ZU....DANN HÖRST DU DEINE EIGENE MELODIE!

 

 

 

 

 

 

 

Treiben lassen

Wie ist das eigentlich mit dem Wassergefühl?

Das Wassergefühl ist erst da wenn du mit dem Wasser eins bist.

Kopf aus und Gefühl an? So einfach ist es auch nicht.

Kopf aus das Wasser spüren, gleiten… mit den Händen das Wasser wegschieben...

Treiben lassen, atmen und mit dem Wasser Eins werden.     Das ist Wassergefühl!

Lasst euch treiben, einfach loslassen..

Wir lassen uns viel zu selten treiben.

Rundwanderung Bad Tennstedt

Ballhausen/ Bad Tennstedt

Tottleben/Blankenburg

Lützensömmern/Hornsömmern/ Bruchstedt/ Urleben

Mach ich's oder mach ich's nicht?

Der Rucksack ist gepackt und doch überlege ich kurz..ja, nein, vielleicht? Klar ich mach's. Ich starte in Urleben kurz nach fünf in der früh, meine Gedanken führen mich einmal um die Verwaltungsgemeinschaft Bad Tennstedt. Es zieht mich durch dreizehn wunderschöne Orte. Über Feld und Wiesen vorbei an Getreidefeldern entscheide ich mich über den Wirtschaftsweg weiter nach Sundhausen zu gehen. Am Anger atme ich kurz durch, um diese Zeit ist Sundhausen noch nicht erwacht. Nach einem Stück Landstraße verschwinde ich links zwischen den Feldern und halte mich rechts, stoße auf den Kleinbahn Radweg in Kirchheilingen. In der Kleinbahnpension kann man in einem ehemaligen Eisenbahnwaggon übernachten. Ich besuche das Gut Torhaus und komme an der Kirche St. Bonifatius vorbei. In der Landfactur kann man seinen Hunger und Durst stillen. Von hier aus steige ich auf zum Schliemen, bei gutem Wetter hat man hier eine wunderbare Sicht. Im Windpark halte ich mich links und kann Blankenburg schon sehen. Hier verläuft auch die Via Regia in Richtung Rom. Mich treibt es zum ehemaligen Gänsemarkt ( Wendeschleife) zum Backhaus. Dies wurde 1836 gebaut und hat heute noch einen funktionstüchtigen Backofen. Vorbei an der Kirche St. Bonifatius bekam ich einen Geheimtipp. Den Wanderweg zur dicken Eiche! Durch ein buntes Blütenmeer wurde ich von unzähligen Schmetterlingen begrüßt und kam schließlich zur dicken Eiche. Leider ist sie vom Blitz getroffen, ein wenig stimmt es mich traurig. Entlang des Waldessaum liegt jetzt Blankenburg hinter mir und ich kann Bruchstedt von mir rechts schon erblicken. Im Ort stoße ich auf den Platz der Demokratie, Hier ist eine Bildergalerie vom Hochwasser und dem Wiederaufbau im Mai 1950 zu sehen. Am Gedenkstein der Flutopfer wandere ich am Ortsausgang links etwas knackig hoch nach Haussömmern.Hier begrüßen mich die Pferde auf der Koppel.Ich entscheide mich nicht über die Landstraße nach Mittelsömmern zu gehen. Über unbekannte Feldwege, vorbei an Knoblauch Feldern komme ich in Hornsömmern an. Der Waid Mühlenstein auf dem Anger lässt die Vermutung zu, dass der Bach einst eine Mühle betrieben hat. Kurz hinter dem Ortsausgang halte ich mich rechts und gelange nach Kutzleben. Hinter verschlossenen Mauern erspähe ich ein Gutshaus und halte an der St.Petrikirche inne. Jetzt entscheide ich mich einen Kilometer auf der Landstraße zu bleiben und gelange nach Lützensömmern zum Rittergut. Das Rittergut verfügt über 120 Betten und ist für Familien, Tagungen, Seminare, Klassen und ähnliches buchbar. Der Wanderweg führt direkt durch das Rittergut zum Hinterausgang Richtung Ballhausen/ Bad Tennstedt. Jetzt wird es königlich, mit schweren Beinen komme ich auf der Königlichen Chaussee an, genieße die Aussicht und steige ab nach Großballhausen und weiter nach Kleinballhausen zum Schloss/ ehemaliges Rittergut .Es wurde im 12.Jhd erstmals erwähnt. Durch den wunderschönen Park vorbei an einem malerischen Teich komme ich in der Kurstadt Bad Tennstedt an. Hier war Goethe schon zur Kur und ließ sich von dem guten Schwefelwasser heilen. Durch das Osthöfer Tor gelange ich zum Markt, hier bewundere ich das schöne Rathaus. Es zieht mich weiter zum Gläser -und Kutscherloch.Ich bin verzaubert von den Farben der Schwefelquellen. Der Sage nach ist ein Kutscher im Kutscherloch versunken und nie wieder aufgetaucht. Hinter den Eisteichen entlang nutze ich den Wirtschaftsweg und biege links auf den Radweg ab Richtung Urleben. Zurück auf dem K2 Radweg pausiere ich an der Kneipp-Anlage kurz vor Tottleben. Der Wiesenweg unterhalb führt mich zum Alpaka Park. Wirklich sehenswert und der Eintritt ist frei. Die letzten Kilometer durch den Ort über die Eselsbrücke vorbei am Reiterhof biege ich links ab und sehe den Urleber Kirchturm. Der heimische Glockenklang nimmt mich in Empfang. Vorbei an der Kirche St.Marien die irgendwie besonders strahlt, ich würde sagen es ist die schönste auf der gesamten Wanderung kehre ich nach 57 km nach Hause. Ich bin die gesamte VG abgewandert ohne einen Cent auszugeben, alles über Feld und Wiesenwege und ca. 1,5 km Landstraße. Obwohl ich vor der Haustür war, hat es sich angefühlt als wäre ich irgendwo anders… knapp 14h Stunden unterwegs fühlen sich an wie 14 Tage Urlaub. Übernachtungsmöglichkeiten für Wanderer/ Pilger gibt es hier: in Blankenburg im Pfarrhaus, Kirchheilingen Wohnmobilstellplatz, Kleinbahnpension, Rittergut Lützensömmern, Bad Tennstedt Wohnmobilstellplatz und Pension am Osthöfer Tor.

Auf vergessenen Wegen

Juli

Klingt ein Wind ein Wiegenlied, 

Sonne warm hernieder sieht,

Seine Ähren senkt das Korn, 

Rote Beere schwillt am Dorn,

Schwer von Segen ist die Flur-

Junge Frau, was sinnst du nur?

 

                         -Theodor Storm-

Genau dieses Gedicht beschreibt heute meine Wanderstrecke.

Ich starte in Urleben, ein kleiner unbekannter Ort in Thüringen, im Unstrut Hainich Kreis. Über einen Feldweg am Ortsrand zieht es mich über eine Wiese zur St.Marien Kirche. Über das Trepperchen steige ich ab in die andere Hälfte des Ortes. Am Ortsausgang Richtung Bruchstedt gehe ich links hinter den Gärten auf den K2 Radweg, eine ehemalige Kleinbahn Strecke von Bad Langensalza nach Haussömmern. Kurz vor Tottleben lege ich eine kurze Rast ein und genieße eine Kneipp Anwendung in der Kneippanlage. Unterhalb der Anlage halte ich mich rechts, streife ein Stück des Ortes und lande mitten im Alpakapark. Fasziniert verweile ich für einen Augenblick. Weiter hinter dem Ort entlang, vorbei an Pferdekoppeln halte mich rechts. Über Feld und Wiesenwege bin ich begeistert von den unzähligen Kirschbäumen. Rote Kirschen ess ich gern...dieses Kinderlied kommt mir sofort in den Sinn. Ich überquere den Wirtschaftsweg und bin fasziniert von diesem Blick. Unter einem Baum entdecke ich die Rentners Ruh, ein Plätzchen im Schatten zum Ausruhen. Der Weg führt mich weiter mit einem Blick nach Klettstedt, vorbei an einer Kuhweide halte ich mich links und komme zur Christina - Brücke. Den Erzählungen nach war Christina in Urleben verliebt um aber trockenen Fußes zur ihrem Liebsten zu kommen wurde eine Brücke gebaut und bekam daher ihren Namen. Ich überquere die Brücke und laufe durch die Kerm, rechts durch eine unbewirtschaftete Obstplantage leicht links hoch aufs Hölzchen. Hier begrüßt mich mein Freund der Busshard. Von hier aus hat man einen weiten Blick. Am Steuckhardt's Wäldchen genieße ich für einen Moment den Blick zurück nach Urleben und steige über eine wunderschöne Blumenwiese ab. Eine traumhafte Runde auf fast vergessenen Wegen. 

( Streckenlänge ca.9 km)

 

MEGAMARSCH ERFURT

MEGAMARSCH ERFURT

MEGAMARSCH ERFURT

Bist du bereit für die Challenge deines Lebens? Klar! Wer nichts riskiert, hat später auch nichts zu erzählen. Megamarsch Erfurt! Start am Urbicher Kreuz, anfänglich war ich etwas traurig das der Start nicht in der wunderschönen Landeshauptstadt Erfurt stattfindet….sondern etwas außerhalb. Aber kurz nach Windischholzhausen fing der Spaß an! Eine Schlammschlacht, irgendwie erinnert es an den Legend of Cross. Da die Lotusblume nicht aus der Schönheit entspringt, sondern aus dem Schlamm...wurde gar nicht weiter gezögert. Belohnt wurden wir am Forsthaus Willrode, ein schönes Fleckchen. Vorbei an Bechstedt Wagd mit einem wunderschönen Blick nach Gügleben, Riechheim zum Riechheimer Berg. Wahnsinn ich bin begeistert...so schön rund um Erfurt. Der Takt des Schrittes führt mich nach Hohenfelden zum Stausee, kurz überlege ich einfach in der coolen Strandbar zu verweilen...aber die Zeit läuft. Nach wenigen Kilometern erhasche ich in der Ferne den Schlossblick zum Schloss Tonndorf… gut die Hälfte der Wanderstrecke liegt hinter mir… wenn jetzt ein Pferd mit Prinz kommt, würde ich aufspringen. Über den Galgenberg auf 402 Höhe über NN laufe ich auf einen ziemlich schnellen Wanderer auf. Er ist 82 Jahre Respekt! Jetzt ist gleich der höchste Punkt erreicht...letzter Anstieg zur Stiefelburg Waldgasthaus...endlich eine richtige Thüringer Bratwurst. Nach einer kurzen Rast geht es weiter durch den Wald wo die Waldblaubeeren und Walderdbeeren reif sind, über Eichelborn, Obernissa, mit wunderschönen Ausblicken über Felder und wunderschönen lila blühenden Wiesen, vorbei an Pferdekoppeln und Kuhweiden hat man sofort ein Urlaubsgefühl. Von Niedernissa ist es nicht mehr weit, das Ziel rückt näher, jetzt sind die letzten Kilometer und Meter gekennzeichnet. Geschafft! 50 km mit fast 900 Höhenmetern liegen hinter mir, eine wunderschöne Strecke, ringsum Erfurt kaum zu glauben. So nah in der Heimat. Die genaue Strecke zum nachwandern findet ihr auf komoot! Oder kontaktiert mich einfach.

Lutherweg von Weimar nach Eisenach

„Ultreia!" ,, Vorwärts, geh über dich hinaus." Zwei Frauen, zwei Rucksäcke, fünf Tage und 189 km zu Fuß! Auf dem Lutherweg von Weimar nach Erfurt ➡️Bad Langensalza ➡️ Mühlhausen➡️ Creuzburg und unserem Ziel Eisenach. Wir genossen die wunderschönen Orte im Weimarer Hinterland nach Erfurt ins nördliche Rom, leider haben wir es nicht rechtzeitig in den Dom geschafft, auf dem Anger lauschen wir der Musik und sehen dem Treiben der Menschen zu... irgendwie fühlt sich das komisch an. Vorbei am Augustinerkloster, entlang der Gera zieht es uns aus der Stadt und tauchen hinter Tieftal in die Fahner Höhen ab. Ein letzter Blick nach Erfurt...in der Ferne ragen die Hochhäuser Richtung Himmel. In den Fahner Höhen ließ uns der Lutherweg das erste Mal im Stich. Bewundernswert ist die tolle Aussicht nach Kleinfahner. In den Höhen abgetaucht, werden die Füße schwer, der Weg gefühlt länger und zum Einkaufen zu spät. Luther sagte schon: ,,Ein Schluck Wasser oder Bier vertreibt den Durst, ein Stück Brot den Hunger." In Burgtonna bekamen wir Wasser und am nächsten Haus sogar eine Wassermelone geschenkt, mit den besten Wünschen für unseren Weg. Vielen ♥️ Dank! Kurz vor Mitternacht mit über 50 km in den Füßen erreichen wir Bad Langensalza unsere Herberge. Im Hainich lauschen wir der Melodie des Waldes, über die Harth, Thiemsburg und Craula streifen wir durch schöne Landstriche, der Hirte mit seiner Schafherde lässt uns ein wenig verweilen. Durch schmale und zugewachsene Wege könnte Martin Luther der letzte gewesen sein, der hier lang gelaufen ist. Sabine und ich verlieren wiederholt den Lutherweg. Aber es war der richtige für uns. Weit nach Mitternacht, völlig erschöpft nach 56 km erreichen wir unsere Herberge. Überlegungen ob wir weiter laufen kamen auf. In Mühlhausen entscheiden wir uns gegen Luther und wählen den kürzeren Weg. Den Morgen verbringen wir am Schwanenteich und brechen auf, vorbei an der Pöpperöder Quelle zieht es uns nach Mihla, verzaubert vom Inselsbergblick, kommen wir in Creuzburg an und werden vom Kirchenchor empfangen. Unsere Füße versorgen wir mit Breitwegerich und bleiben blasenfrei. Vor dem Altar im Pfarrhaus mit gemütlichem Kerzenschein finden wir einen Schlafplatz. Die letzten 20 km sind wir zurück auf dem Lutherweg nach Eisenach. Entlang der Werra, vorbei an Pferdekoppeln zeigt uns der Bussard den richtigen Weg. Am Eselstieg stellen wir schnell fest, das wir uns wirklich wie zwei Esel fühlen... Gepäck auf dem Rücken, hoch zur Wartburg und zu guter Letzt die unzähligen Treppenstufen! Schnell stellen wir fest: „Luther ist uns nicht gewachsen." Wahnsinn, wir sind da und die Füße wollen sogar weiter laufen. Einen Kaffee mit besonderen Begegnungen auf dem Marktplatz..lässt uns stolz zurück schweifen… 189 km geschafft! Wahnsinn. Was man unbedingt will, schafft man auch. „Vielleicht geht es auf dem Weg gar nicht darum, alles abzuwerfen, was wir nicht sind, sodass wir das sein können, wofür wir bestimmt sind." ( Paulo Coelho) Ein herzliches Dankeschön an unsere Pilgerherbergen! Priesterseminar Erfurt, Caritas Altenpflegezentrum St.Josef Bad Langensalza, AntoniQ Diakonie Doppelpunkt Mühlhausen, EKM Pfarrhaus Creuzburg .Danke René Kämpf für deine Fahrbereitschaft zum Zug!

Lutherweg

Von Weimar über Bad Langensalza nach Eisenach

Das Leben ist bunt!

Meinen Namen bekam ich auf einer Pilgertour auf dem Lutherweg. 

Ich bin sportlich sehr aktiv und gründete 2020 einen Sportverein. Er entstand aus der Laufgruppe laufend unterwegs. 

Unterwegs zu Fuß, im Wasser und auf dem Rennrad.

Mit der Natur bin ich eins, der Welt zeige ich mein Lächeln. Manchmal bin ich ein bisschen mehr verrückt oder einfach ver-rückt, gern genieße ich was das Leben einem so bietet.

Ich bin Sonnenaufgang und Sonnenuntergang-verliebt und bunt wie ein Regenbogen.

Manchmal bin ich ein bisschen wie die Möwe Jonathan.

Vergessene Wege und die Melodie der Natur verzaubern mich.